§57a Pickerl - neue Toleranzzeiträume

§57a Pickerl - neue Toleranzzeiträume

Freitag, April 6, 2018
Neue Regeln für §57a Pickerl

Bisher konnte man die §57a Begutachtung („Pickerl-Überprüfung“) bis zu vier Kalendermonate nach dem in der Plakette gelochten Monat durchführen. Ab 20. Mai 2018 gibt es diese Nachfrist für viele Kfz und Anhänger nicht mehr!

Die neue Regelung schreibt vor, dass das Fahrzeug spätestens im Monat, der auf der Plakette gelocht ist, begutachtet werden muss. Allerdings kann man die Pickerl-Überprüfung bis zu 3 Monate VOR dem gelochten Monat durchführen. Betroffen sind folgende Fahrzeuge:

 

- allen Taxis, Rettungs- und Krankentransportfahrzeugen
- allen Lkw über und auch unter 3,5 t hzG (Fahrzeugklassen N1, N2 und N3)
- allen Omnibussen (Fahrzeugklassen M2 und M3)
- Anhängern über 3,5 t hzG (Klassen O3 und O4)
- Zugmaschinen, selbstfahrende Arbeitsmaschinen, Transportkarren mit Bauartgeschwindigkeit über 40 km/h

 

Übergangsfrist Jänner – Mai 2018

Als Übergangsregelung gibt es eine vorübergehend verlängerte Nachfrist: Ist in der Begutachtungsplakette eines der Monate Jänner bis Mai 2018 gelocht, darf die Begutachtung auch noch in den vier Kalendermonaten nach der Lochung erfolgen.

 

Lochung der Plakette Toleranzzeitraum ab gelochtem Monat
Bis Mai 2018 Vorfrist alt: 1 Monat
Nachfrist: 4 Monate
Juni 2018 Vorfrist alt: 1 Monat
Nachfrist: keine!
Juli 2018 Vorfrist neu: 3 Monate, gültig ab 20.5.18
Nachfrist: keine!
August 2018 Vorfrist neu: 3 Monate, gültig ab 20.5.18
Nachfrist: keine!
Ab September 2018 Vorfrist neu: 3 Monate
Nachfrist: keine!

 

Weitere Neuerungen

Wird ein schwerer Mangel festgestellt, darf das Fahrzeug nur mehr zwei Monate ab Überprüfung genutzt werden. Besteht Gefahr in Verzug, kann die Behörde die Zulassung des Fahrzeuges aufheben. Ab 20. Mai 2018 muss außerdem bei folgenden Fahrzeugen das Gutachten der letzten Pickerl-Überprüfung (§ 57a-Gutachten) verpflichtend im Fahrzeug mitgeführt werden:

 

- bei Fahrzeugen der Klassen M2 und M3 (Omnibussen mit mehr als 8 Sitzplätzen außer dem Fahrersitz)
- bei Fahrzeugen der Klassen N2 und N3 (Lkw über 3,5 t hzG)
- bei Fahrzeugen der Klassen O3, O4 (Anhängern über 3,5 t hzG)
- und bei hauptsächlich im gewerblichen Kraftverkehr auf öffentlichen Straßen genutzten Zugmaschinen der Fahrzeugklasse T5 auf Rädern mit einer bauartbedingten Höchstgeschwindigkeit von mehr als 40 km/h